Anreise mit dem Auto

Mit dem Auto nach Schweden fahren

Von Deutschland, vor allem von der nördlichen Hälfte des Landes aus, kann Schweden sehr einfach mit dem Auto erreicht werden. Grundsätzlich gilt für jede mit dem Auto unternommene Reise, dass das Fahrzeug einmal gründlich durchgecheckt werden sollte, um Mängel zu beheben und notwendige Reparaturen vor Reiseantritt durchführen zu lassen. So ist eine sichere und pannenfreie Anreise gewährleistet. Wer im Winter nach Schweden fahren möchte, sollte unbedingt beachten, dass in Schweden zwischen dem 1. Dezember und dem 31. März bei winterlichen Straßenverhältnissen eine Winterreifenpflicht gilt. Wer sich mit dem Auto weiter in den Norden begibt, sollte zudem darüber nachdenken, den Wagen mit Spikes nachrüsten zu lassen. Im Norden Schwedens sind zahlreiche Autos mit Spikes unterwegs, um bei den winterlichen Straßenbedingungen voranzukommen. Da aufgrund der häufig sehr niedrigen Temperaturen in Nordschweden häufig Probleme beim Starten von Autos auftreten können, haben sich dort Motorvorwärmer durchgesetzt. Viele Parkplätze verfügen deswegen über Steckdosen. Wer sich im Winter mit dem Auto nach Nordschweden aufmacht, sollte über eine entsprechende Nachrüstung nachdenken. 

Die grüne Versicherungskarte - eine nützliche Hilfe im Falle eines Unfalls

Zwar ist das Mitführen einer grünen Versicherungskarte nach Schweden nicht vorgeschrieben. Viele Experten raten jedoch trotzdem dazu, die grüne Versicherungskarte bei einer Fahrt ins EU-Ausland mit sich zu führen, da diese beim Nachweis des Versicherungsschutzes hilft. Die grüne Versicherungskarte wird auf Anfrage kostenlos von den Kfz-Versicherungen ausgegeben. 

Anreise mit dem Auto

Für die Anreise mit dem Auto nach Schweden gibt es mehrere Möglichkeiten. Auf verschiedenen Strecken verkehren Fähren unterschiedlicher Anbieter zwischen Deutschland und Schweden. Die bekanntesten sind die Verbindung Travemünde-Trellborg, die Linie zwischen Kiel und Göteborg und die sogenannte Vogelfluglinie zwischen Puttgarden auf Fehmarn und Rödby auf Lolland. Von Lolland aus geht es dann weiter mit dem Auto durch Dänemark und nach Schweden.

Wer nicht mit der Fähre nach Schweden einreisen möchte, kann auch über die Öresundverbindung von Dänemark aus nach Schweden fahren. Über die knapp acht Kilometer lange Öresundbrücke gelangt man von Kopenhagen nach Malmö. Die Überfahrt dauert mit dem Auto nur etwa zehn Minuten, Zugreisende benötigen 35 Minuten. Der Drodgentunnel, der erste Abschnitt der Öresundverbindung, verläuft auf einer Länge von vier Kilometern zwischen der Halbinsel Kastrup und der künstlich angelegten Insel Peberholm, wo der Tunnel in die Öresundbrücke übergeht. Die Öresundverbindung ist mautpflichtig, die Kosten liegen zwischen 23 Euro für Motorräder und 60 Euro für Autos mit Anhänger oder Wohnwagen. Bezahlt werden kann in Bar (in Schwedischen Kronen, Dänischen Kronen oder Euro), per Kreditkarte oder mit dem elektronischen Abrechnungssystem BroBizz. Für Vielfahrer werden Rabatte gewährt. Die Überfahrt kann auch im Voraus online gebucht und bezahlt werden.

Benzin- und Dieselpreise in Schweden entsprechen in etwa denen in Deutschland. Beachten Sie, dass Reservekraftstoff nur in einer Menge von maximal 10 Litern in einem Reservekanister zollfrei nach Schweden eingeführt werden darf. 

Autofahren in Schweden

Das schwedische Straßennetz ist sehr gut ausgebaut. In Schweden muss auch tagsüber das Abblendlicht des Wagens einschalten sein. Wer in Schweden mit dem Auto unterwegs ist, sollte sich genau an die vorgegebenen Geschwindigkeitsbegrenzungen halten. Diese liegen innerorts wie auch in Deutschland bei 50 km/h, außerorts geschlossener Ortschaften meistens zwischen 70 km/h und 90 km/h, auf Autobahnen und Schnellstraßen bei 110 km/h. Bei Geschwindigkeitsüberschreitungen gibt es keine Toleranzgrenzen, die Strafen sind im Vergleich zu Deutschland empfindlich hoch, sie liegen, je nach vorgeschriebener Höchstgeschwindigkeit, zwischen 2000 und 4000 SEK. Bei Überschreitungen von mehr als 40 km/h leitet die Staatsanwaltschaft ein Verfahren ein, das hohe Strafen nach sich ziehen kann. 

Bei Verstößen gegen die Gurt- und Helmpflicht sind Bußgelder von 1500 SEK bei Erwachsenen und 2500 SEK bei Kindern fällig. Auch Falschparken kann in Schweden richtig teuer werden. Oft werden die Parkplatzbeschilderungen von Touristen als unklar empfunden oder das lösen eines Parkscheins ist nur mit einer schwedischen Bonus- oder Kreditkarte möglich. In solchen Fällen sollten Sie kein Risiko eingehen und einen anderen Parkplatz aufsuchen. Gelbe Linien am Fahrbahnrand kennzeichnen ein absolutes Halteverbot. Auch hier werden bei Verstößen relativ hohe Ordnungsgelder verhängt. Die Promillegrenze liegt in Schweden bei 0,2 Promille, Verstöße hiergegen werden mit empfindlichen Strafen belegt. 

Was im Falle eines Unfalls zu beachten ist

In Schweden gilt, wie auch in Deutschland, eine gesetzliche Pflicht zur Kfz-Haftpflichtversicherung. Wer in dem skandinavischen Land unverschuldet in einen Unfall verwickelt wird, hat einen Anspruch auf Schadenersatz durch die gegnerische Kfz-Versicherung. Der Ersatz des Schadens erfolgt meist ohne Probleme. Wer selbst einen Unfall verschuldet hat, bekommt den Schaden am eigenen Auto nur dann ersetzt, wenn ein Vollkasko-Versicherungsschutz für das Fahrzeug besteht. 

Vor der Abreise empfehlen wir, den europäischen Schadens- bzw. Unfallbericht auszudrucken, der u.a. auf den Seiten des ADAC heruntergeladen werden kann. Mit dem Unfallbericht wird die Erfassung aller notwendigen Informationen erleichtert. Der Bericht ist europaweit vereinheitlicht.