Verdienstmöglichkeiten und Steuern

Verdienstmöglichkeiten und Steuern in SchwedenSchweden hat zwar den Ruf, ein Land der hohen Löhne und Gehälter zu sein. Jedoch unterscheiden sich die Abgaben für Steuern und Sozialleistungen erheblich von denen in Deutschland, was die Vergleichbarkeit von Verdiensten nicht einfach macht. Die Steuern sind in Schweden vergleichsweise hoch, Sozialabgaben werden aber zu einem großen Teil durch Arbeitgeberbeiträge finanziert.

Die schwedische Einkommenssteuer setzt sich aus einer Kommunalsteuer und einer staatlichen Steuer zusammen. Die Kommunalsteuer wird von jeder Gemeinde selbst festgelegt, ist einkommensunabhängig und liegt zwischen 29 und 35 Prozent. Die staatliche Steuer wird nur auf Einkommen erhoben, die über der Grenze von umgerechnet etwa 39.900 Euro liegen und beträgt 20 Prozent. Auf Einkommen von mehr als umgerechnet etwa 57.000 Euro werden 25 Prozent erhoben. Im Höchstfall können 55% des Einkommens als Steuer abgezogen werden.

Für die Rentenversicherung zahlen Arbeitnehmer zusätzlich einen Beitrag von 7 Prozent. Für ausländische Arbeitsnehmer und Führungskräfte kann unter bestimmten Bedingungen eine gesonderte Regel in Kraft treten: Sie müssen in den ersten drei Jahren dann jeweils nur 25 Prozent ihres Einkommens versteuern. Der schwedische  Mehrwertsteuersatz liegt bei 25%, für Lebensmittel, Bücher und einige andere Produkte gibt es ermäßigte Steuersätze.

Lohn und Gehalt in Schweden

Schweden gilt als Land der hohen Löhne und Gehälter, aber auch als eines der Länder mit der höchsten Steuerbelastung. Diese kann bis zu 35% betragen. Vor allem im Gesundheitssystem sind die Einkommen im Durchschnitt spürbar höher als in Deutschland. Als Nicht-Schwede sollten Sie jedoch immer damit rechnen, für die gleiche Arbeit weniger Lohn oder Gehalt zu bekommen als ein schwedischer Kollege. Auch ist es in manchen Betrieben üblich, dass ausländische Angestellte an bei den schwedischen Kollegen unbeliebten Arbeitsplätzen eingesetzt werden.