Arbeiten in Schweden - bürokratische Herausforderungen

Bürokratie in SchwedenVor, während und nach einem Umzug nach Schweden gilt es, Ämter zu kontaktieren und Anträge zu stellen. Da Schweden Mitglied der EU ist, hält sich der bürokratische Aufwand für EU-Bürger zwar in Grenzen, es gibt jedoch einige Dinge, die Sie beachten müssen. Die wichtigsten haben wir für Sie kurz zusammengefasst:

Personennummer

Die Personennummer ist eine schwedische Besonderheit. Sie setzt sich aus dem Geburtsdatum und vier weiteren Ziffern zusammen. Ohne Personennummer ist man als Einwohner der Landes aufgeschmissen. Sie wird für jede behördliche und viele andere bürokratische Angelegenheiten benötigt. Jeder schwedische Bürger ist durch die Personennummer eindeutig bestimmbar. Die Eröffnung eines Bankkontos, der Abschluss einer Versicherung oder die Einrichtung eines Telefonanschlusses sind nur mit einer Personennummer möglich. Jeder Auswanderer sollte deshalb darum bemüht sein, so schnell wie möglich eine eigenen Personennummer zu erhalten. Voraussetzung für die Zuweisung ist ein Aufenthaltsrecht sowie die Absicht, mindestens für ein Jahr in Schweden zu wohnen. Die persönliche Identifikationsnummer bleibt dann ein Leben lang erhalten. Man erhält die Nummer beim Melderegister im zuständigen Finanzamt. 

Ohne eine Personennummer geht in Schweden fast nichts - sie wird benötigt, um einen Telefonanschluss zu bekommen oder ein Bankkonto zu eröffnen. Auch bei der Wohnungssuche kann es ohne eine Personennummer zu Problemen kommen. Da diese jedoch erst beantragt werden kann, wenn ein fester Wohnsitz in Schweden besteht, ist die Wohnungssuche für Ausländer häufig recht schwierig. Die Probleme lassen sich aber aller Erfahrung nach meist lösen, beispielsweise indem eine Wohnung zuerst einmal in Untermiete bezogen wird. Die Beantragung der Personennummer läuft über die Finanzbehörde und ist erst möglich, wenn man eine Bescheinigung über das Aufenthaltsrecht von der Einwanderungsbehörde des Landes erhalten hat.

Führerschein und ID-Kort

Ein deutscher oder EU-Führerschein gilt in Schweden uneingeschränkt weiter. Wer möchte, kann seinen Führerschein aber in einen schwedischen umtauschen lassen. Das hat den Vorteil, dass dieser dann als ID-Kort, eine Art Personalausweis, verwendet werden kann. Jedoch ist der schwedische Führerschein nur 10 Jahre lang gültig und muss dann erneuert werden.

Nachdem eine Personennummer zugeteilt wurde, kann man sich noch eine ID-Karte (ID-kort) ausstellen lassen, mit der man sich überall ausweisen kann, wo eine Identifikation mittels Personennummer verlangt wird. Auch diese Karte wird vom zuständigen Finanzamt ausgegeben. Die Gebühr dafür betragt derzeit 400 schwedische Kronen und muss im Voraus entrichtet werden. Zur Ausstellung einer ID-Karte muss man persönlich beim Finanzamt vorsprechen und gültigen Ausweis sowie den Nachweis des Aufenthaltrechts vorlegen.