Arbeitslos in Schweden

Arbeitslos in SchwedenWer sich bereits den Traum von einem Leben in Schweden erfüllt hat und dort in die Arbeitslosigkeit gerät, hat zunächst einmal die gleichen Ansprüche auf schwedische Sozialleistungen wie jeder Schwede auch. Voraussetzung hierfür ist jedoch, eine bestimmte Zeit bereits in Schweden beschäftigt gewesen zu sein. Mindestens sind dies monatlich 80 Stunden in den vergangenen 12 Monaten oder in sechs aufeinanderfolgenden Monaten mindestens 450 Stunden gearbeitet zu haben. Mit einem Formular E301 können der schwedischen Sozialversicherungskasse auch Versicherungszeiten aus Deutschland mitgeteilt werden, die an die Arbeitszeit in Schweden angerechnet werden können. Wie auch in Deutschland erwartet das schwedische Arbeitsamt, dass Arbeitslose zu den vereinbarten Terminen und zu Bewerbungsgesprächen erscheinen. Ist dies nicht der Fall, können Leistungen gestrichen werden. Die Grundsicherung in Schweden liegt derzeit bei 320 schwedischen Kronen pro Tag. Wer in eine Arbeitslosenkasse einzahlt, erhält einen höheren Betrag. Gewerkschaftsmitglieder zahlen automatisch ein, es ist jedoch auch möglich, freiwillig in eine Arbeitslosenkasse einzuzahlen. Um von der Arbeitslosenkasse Untersützung zu erhalten, muss man mindestens für 12 Monaten die Versicherungsprämie von etwa 370 schwedischen Kronen monatlich eingezahlt haben. 

Wer in Schweden arbeitslos wird, erhält für fünf Tage zunächst keine Leistung. Danach zahlt die Arbeislosenkasse, soweit die oben genannten Bedingungen (Beschäftigung mind. 80 Std. monatlich in den vergangenen 12 Monaten bzw. mind. 450 Std. in sechs Monaten aufeinanderfolgenden Monaten; Einzahlung in eine Arbeitslosenkasse) erfüllt sind, 80 Prozent des Durchschnittsgehalts der vergangenen 12 Monate, maximal jedoch 680 schwedische Kronen täglich. Die Leistungen reduzieren sich danach schrittweise von 70 Prozent auf 65 Prozent. Maximal werden die Leistungen für 300 Tage gezahlt, es sei denn, der Leistungsempfänger hat minderjährige Kinder zu versorgen. In diesem Fall verlängert sich der Leistungszeitraum auf maximal 450 Tage.