Selbstfahrende Autos: Volvo will für Unfälle haften

Das größte Hindernis, das einer breiten Einführung selbstfahrender Autos derzeit noch im Wege steht, ist nicht die Technik, sondern die Frage, wer bei Umfällen haftet. Der schwedische Autobauer Volvo hat nun erklärt, die Haftung für eventuelle Unfälle mit seinen selbstfahrenden Fahrzeugen übernehmen zu wollen. Den bisherigen Haftungsregelungen zufolge liegt die Verantwortung bei Unfällen beim Fahrer. Mit dieser Position steht Volvo unter den Autoherstellern bisher alleine da. Diese verweisen bisher lediglich darauf, dass vor einer breiten Einführung selbstfahrender Autos die Fragen der Haftung neu geregelt werden müssten. 

Literaturnobelpreis 2015 für die Weißrussing Swetlana Alexijewitsch

Bereits seit mehreren Jahren galt die weißrussische Schriftstellerin und Journalistin Swetlana Alexijewitsch als aussichtsreiche Kandidatin für den Literaturnobelpreis, in diesem Jahr wurde sie als Preisträgerin bekannt gegeben. Sie erhalten die Auszeichnung für ihr Werk, "das dem Leiden und dem Mut in unserer Zeit ein Denkmal setzt", so die Jury in Stockholm. Das erste Buch Alexijewitschs, "Der Krieg hat kein weibliches Gesicht", erschien 1985. Dafür hatte die Journalisten hunderte Frauen interviewt, die am zweiten Weltkrieg teilgenommen hatten. Mit der gleichen Methodik befasste sie sich auch mit der Reaktor-Katastrophe von Tschernobyl und der sowjetischen Besatzung Afghanistans. Ihr jüngstes Buch "Secondhand-Zeit: Leben auf den Trümmern des Sozialismus" beschäftigt sich mit dem Leben in Weißrussland nach dem Ende der Sowjetunion. Swetlana Alexijewitsch ist die 14. Frau, die einen Literaturnobelpreis erhält und die erste Hauptberufliche Journalistin, der diese Auszeichnung zugesprochen wird. 

Friedensnobelpreis 2015 für Dialoggruppe in Tunesien

Wie die Jury in Oslo mitteilte, geht der Friedensnobelpreis in diesem Jahr an das tunesische Quartett für den nationalen Dialog. Die Gruppe erhält den Preis für ihre Bemühungen um eine pluralistische Demokratie in Tunesien. Die Dialoggruppe besteht aus der Gewerkschaft UGTT, der Liga für Menschenrechte, dem Verband von Industrie, Handel und Handwerk und dem Nationalen Anwaltsverein. Es spielt laut der Jury in Stockholm als Mediator eine wichtige Rolle für eine demokratische Entwicklung in dem nordafrikanischen Land, in dem der Arabische Frühling seinen Anfang nahm. Im Gegensatz zu den restlichen Nobelpreisen wird der Friedensnobelpreis traditionell in der norwegischen Hauptstadt Oslo bekannt gegeben. Überreicht wird er den Preisträger gemeinsam mit den anderen Nobelpreisträgern 2015 am 10. Dezember in Stockholm. 

Wirtschaftsnobelpreis für Angus Deaton

Wie die Königliche Schwedische Akademie für Wissenschaften in Stockholm mitteilte, geht der Nobelpreis für Wirtschaftswissenschaften 2015 an den gebürtigen Schotten Angus Deaton. Die höchste Auszeichnung für Wirtschaftswissenschaften erhält Deaton aufgrund seiner Forschung auf den Gebieten Armut, Konsum und Wohlfahrt. Wie der Generalsekretär der Akademie, Göran Hansson, mitteilte, habe Deatons Forschung dabei geholfen, das Verständnis individueller Konsumentscheidungen zu erweitern und die Bekämpfung von Armut damit erheblich vorangebracht. Deaton hat mit aus Befragungen von Haushalten in Entwicklungsländern gewonnenen Daten Berechnungen zu Lebensstandard und Armut durchgeführt. Die Forschungsarbeit des an der Eliteuniversität Princeton dozierenden Deatons habe großen Einfluss auf politische Entscheidungen zur Armutsbekämpfung gehabt.

Chemienobelpreis für DNA-Forscher

Den Nobelpreis für Chemie teilen sich in diesem Jahr die drei Erbgutforscher Paul Modrich, Tomas Lindahl und Aziz Sancar für ihre Arbeiten zur Erbgutreparatur. Die drei Forscher unteruchten, wie beschädigte DNA in Zellen repariert wird. Bei jeder Zellteilung muss die gesamte DNA einer Zelle verdoppelt werden. Dieser Kopiervorgang ist jedoch fehleranfällig, weshalb die DNA davon beschädigt werden kann. Zwar gibt es Enzyme, die während der Zellteilung entstandene Fehler korrigieren, dies gelingt jedoch nicht immer. So entstehen Mutationen, die an die Tochterzellen weitergegeben werden. Besonders Krebszellen und deren Vorläufer haben eine sehr hohe Mutationsrate. Die meisten dieser DNA-Schäden führen zwar dazu, dass die betroffenen Zellen absterben. In einigen Fällen jedoch führen die genetischen Schäden zum Wachstum von Tumoren. Modrich, Lindahl und Sancar haben die Möglichkeiten untersucht, die Zellen zur Reparatur beschädigter DNA zur Verfügung stehen. Der US-Amerikaner Modrich einen Mechanismus, mit dem Zellen auf Fehler bei der Zellteilung reagieren. Der Schwede Tomas Lindal stieß während seiner Forschungsarbeit auf eine Mechanismus, der dem rapiden Zerfall von DNA entgegenwirkt. Aziz Scanar, der die türkische und die US-amerikanische Staatsbürgerschaft besitzt, entdeckte wie Zellen, die durch UV-Strahlung beschädigt wurden, ihre DNA wieder reparieren. Scanar ist der erste wissenschaftliche Nobelpreisträger, der aus der Türkei stammt. Die Grundlagenforschung der drei Nobelpreisträger könnte dabei helfen, beispielsweise neue Heilmethoden gegen Krebs zu entwickeln. 

Nobelpreis für Physik für die Entdeckung der Neutrino-Oszillation

Der Nobelpreis für Physik 2015 geht nach Japan und Kanada: Die beiden Teilchenforscher Takaaki Kajita und Arthur McDonald werden für die Entdeckung ausgezeichnet, dass Neutrinos eine Masse besitzen. Die Königlich-Schwedische Akademie gab die Preisträger an diesem Dienstag in Stockholm bekannt. Neutrinos sind extrem kleine Teilchen, bei denen man lange Zeit davon ausging, sie würden keine Masse besitzen. Neben Photonen sind Neutrinos die häufigsten Teilchen im Universum, sie sind jedoch sehr schwer zu messen. Neutrinos gibt es in drei Arten, ein Neutrino kann sich von einer Art in eine andere wandeln. In der Physik heißt dieses Phänomen Neutrino-Oszillation. Dieses Phänomen ist nur möglich, wenn Neutrinos über eine Masse verfügen. Damit konnten die beiden Forscher die Annahme widerlegen, dass Neutrinos keine Masse hätten. 

Medizin-Nobelpreis 2015 geht an drei Parasitenforscher

Die bedeutendste Auszeichnung in der Medizin, der Nobelpreis für Medizin und Psychologie, geht in diesem Jahr an William Campbell, Satoshi Omura und Youyou Tu. Die Chinesin Tu erhält die Hälfte des Preises für ihre Arbeit in der Malariaforschung. Campel und Omura teilen sich eine Hälfte des Preises für ihre Forschungsarbeit an einer Therapie gegen eine Infektion mit Fadenwürmern. Der Medizin-Nobelpreis ist mit einem Preisgeld von acht Millionen Schwedischen Kronen, umgerechnet etwa 850.000 Euro, dotiert. Das Komitee begründet seine Entscheidung für die Wahl der Preisträger damit, dass Parasiten die Menschheit seit Jahrtausenden. Demnäch haben die drei Forscher die Therapien gegen die schlimmsten Erreger revolutioniert. Die durch die Forschungsarbeit der drei Wissenschaftler entwickelten Medikamente könnten jährlich hunterten Millionen Menschen helfen. Tu ist erst die zwölfte Frau, die einen Medizin-Nobelpreis erhalten hat. Auch im vergangenen Jahr ging die Auszeichung an eine Frau: May-Britt und Edvard Moser erhielten den Medizin-Nobelpreis gemeinsam mit John O'Keefe für die Entdeckung eines inneren Navigationssystems im Gehirn.

Ein Babysitter für den Brotteig

In Schweden ist selbstgebackenes Brot sehr beliebt. Der Aufwand, einen richtig guten Sauerteig dafür herzustellen, ist jedoch nicht zu unterschätzen. Der Teig muss immerhin mehrere Stunden gehen und gut durchgeknetet werden. Für Berufstätige ist das selbstgebackene Sauerteigbrot deshalb oft nur am Wochenende oder im Urlaub eine Option, an Arbeitstagen kommen sie schlicht und einfach nicht dazu, sich um ihren Teig zu kümmern. Dieses Problem versuchen findige Geschäftsleute am Flughafen Arlanda bei Stockholm nun zu lösen: Sie haben ein Hotel für den Brotteig eröffnet. Dieses skurrile Angebot hört sich erst einmal an wie ein schlechter Witz, existiert aber wirklich. Besonders bemerkenswert: Es ist bereits das zweite seiner Art in Stockholm. In der Bäckerei RC Chocolat können Kunden ihren Sauerteig abgeben, die dortigen Mitarbeiter kümmern sich dann liebevoll um ihn, füttern ihn mit Mehl und Wasser und bewahren ihn bei optimaler Temperatur auf, bis er wieder abgeholt wird. Das Sauerteighotel hat durchgehend geöffnet, die Unterbringen für den Sauerteig kostet 100 Schwedische Kronen (knapp 11 Euro) pro Woche. 

Kiruna zieht um

Kiruna, Schwedens nördlichste Stadt, steht vor einer großen Veränderung: Um zu verhindern, dass Teile der Stadt in der Eisenerzmine versinken, um die herum sich die Menschen niedergelassen haben, werden nun etwa 3000 Häuser, mehrere Geschäfte und Schulen sowie ein Krankenhaus abgerissen. Drei Kilometer östlich, in sicherer Entfernung, soll ein neues Stadtviertel errichtet werden. Kiruna wuchs rund um eines der größten Eisenerzvorkommen der Welt, die etwa 23.000 Bewohner leben von der riesigen Eisenerzmine. Da die Mine jedoch stetig erweitert wird, kam es in der Vergangenheit bereits zu Beschädigungen an Gebäuden. Aus diesem Grund soll das gesamte Zentrum Kirunas nun abgerissen und an anderer Stelle neu errichtet werden. Die Kosten dafür trägt der Betreiber der Mine, die Luossavaara-Kiirunavaara Aktiebolag (LKAB). Die LKAB möchte dafür alle betroffenen Gebäude aufkaufen. Derzeit verhandelt die Gesellschaft noch mit den Eigentümern. Die Gebäude sollen entweder von der LKAB erworben werden oder den Eigentümern wird ein gleichwertiges Haus als Ersatz angeboten. Zwar sehen viele Bewohner Kirunas das Vorhaben positiv, hängt doch die wirtschaftliche Existenz vieler Stadtbewohner von der Eisenerzmine ab. Es gibt jedoch auch Widerstand gegen die Pläne. Einige Bewohner Kirunas weigern sich bereits, sich mit der LKAB zu einigen, ein Eigentümer geht gerichtlich gegen das Vorhaben vor. 

Der Bau eines neuen Stadtzentrum soll mit dem Rathaus sowie mehreren Gebäuden für Geschäfte und Büros beginnen. Auch eine Schule, ein Krankenhaus und ein öffentliches Schwimmbad sind geplant. Die erste Bauphase soll planmäßig 2019 fertiggestellt sein. Der Großteil der Umzugsarbeiten soll bis 2040 abgeschlossen sein.

Frau mit transplantierter Gebärmutter bringt Kind zur Welt

In Schweden hat eine neuartige Behandlungsmethode dazu geführt, dass ein Baby in der gleichen Gebärmutter heranwuchs wie seine Mutter. Der jungen Frau hatte ihre Gebärmutter aufgrund einer Krebserkrankung entfernt werden müssen. Um ihr trotzdem eine Schwangerschaft zu ermöglichen, haben schwedische Ärzte der Frau die Gebärmutter ihrer Mutter transplantiert. Sie wurde daraufhin durch das Einsetzen künstlich befruchteter Eizellen schwanger und brachte einen Sohn zur Welt, der inzwischen neun Monate alt ist. Die Schwangerschaft verlief ohne Komplikationen, das Baby kam durch einen geplanten Kaiserschnitt zur Welt. Die junge Mutter versucht nun, möglichst schnell mit einem zweiten Kind schwanger zu werden. Danach wird die transplantierte Gebärmutter wieder entfernt, damit die Frau die zur Verhinderung einer Abstoßung nötigen Medikamente absetzen kann. 

Doktor Mats Brannstrom, der das neue Transplantationsverfahren entwickelt hat, hat damit bereits vier Frauen zu einem Kind verholfen, eine fünfte ist derzeit schwanger. Nach den Erfolgen in Schweden planen nun auch Ärzte in den USA, Frankreich und Großbritannien ähnliche Operationen, jedoch mit Gebärmüttern verstorbener Frauen. Lebendtransplantationen sind dort nicht vorgesehen. 

Streit zwischen Schweden und Saudi-arabien eskaliert - Saudi-arabischer Botschafter aus Stockholm abberufen

Nach einem mittlerweile mehrere Tage anhaltenden Streit zwischen Schweden und Saudi Arabien teilte das schwedische Außenministerium mit, dass der Saudi-arabische Botschafter aus Stockholm abberufen wurde. Als Grund habe die Saudi-arabische Regierung die Kritik Schwedens an der Menschenrechtslage und dem politischen System des Landes genannt. Am gestrigen Dienstag teilte Schweden mit, einen Militärdeal mit Saudi Arabien nicht verlängern zu werden. Der Deal beinhaltete sowohl den Austausch von Militärprodukten als auch militärisches Training. Ursprünglich sollte der Vertrag im Mai um weitere fünf Jahre verlängert werden. Das Abkommen war bereits vor vier Jahren scharf kritisiert worden, nachdem an die Öffentlichkeit kam, dass Schweden in Saudi Arabien beim Aufbau einer Waffenfabrik beteiligt gewesen ist. 

Umbenennung rassistischer Vogelarten

Vogelnamen, die als diskriminierend empfunden werden können, sind in Schweden keine Seltenheit. Im Rahmen einer umfassenden Katalogisierung aller Vogelarten ist die Schwedische Ornithologische Gesellschaft (SOF) nun dagegen angegangen - und benannte zehn Vogelarten mit Bezeichnungen, die einzelne Bevölkerungsgruppen diskriminieren, um. So ist der Negerfink von nun an offiziell unter dem Namen "Negrita" bekannt, der Kaffersegler heißt jetzt "Weißbeckensegler (auf Schwedisch "vitgumpseglaren"). Das Wort "Kaffer" ist in Südafrika als beleidigende Bezeichnung für Schwarze unter Strafe gestellt. Der in Südamerika beheimatete Zigeunervogel trägt von nun an den schönen Namen "Hoaczi", was so viel wie "lachender Falke" bedeutet. Anlass für die Umbenennung der Vogelarten war, dass es bisher keine Liste aller Vogelarten auf Schwedisch gab. Deshalb hat die SOF über mehrere Jahre eine solche Komplettliste erstellt und dabei die Bezeichnungen von insgesamt etwa 4.000 Arten angepasst. 

Tradera, das schwedische ebay

Möchte man in Schweden etwas über das Internet verkaufen oder ein Schnäppchen machen, begibt man sich meist auf tradera.com. Die Plattform ist so etwas wie das schwedische ebay, hier findet man so ziemlich alles. Tradera ist bereits seit 1999 aktiv, der amerikanische Konkurrent ebay startete in Schweden erst sechs Jahre später. Der Erfolg hielt sich auch deshalb in Grenzen. Um auf dem schwedischen Markt Fuß fassen zu können, beteiligte sich ebay deshalb mit 365 Mio. Schwedischen Kronen (gut 32 Mio. Euro) am Konkurrenten Tradera. Möchte man sich heute auf ebay.se umsehen, wird man direkt auf ebay.com weitergeleitet, der schwedische Ableger wurde wieder eingestellt.

Um auf Tradera aktiv werden zu können, muss man sich dort zunächst einmal anmelden. Nicht-Schweden stoßen hier schon an ein großes Problem: Für die Registrierung ist eine schwedische Personennummer notwendig, hat man eine solche nicht, muss man sich über ein spezielles Formular anmelden. Das ist meist mit einigen Rücksprachen mit dem Kundenservice verbunden, um die persönlichen Daten verifizieren zu können. Neben der Personennummer wird für eine Registrierung bei Tradera zudem ein PayPal-Konto benötigt. Die englische Anmelde-Seite für ausländische Privatpersonen finden Sie hier: www.tradera.com/UserRegistration.mvc/NonSwedishPrivate.

Schweden nähert sich weiter der Nato an

Schweden ist traditionell militärisch bündnisfrei - und deshalb auch kein Nato-Mitglied. Auch aufgrund der räumlichen Nähe zu Russland nahm das Land bisher eine neutrale Position ein, um Konflikte in der Ostsee-Region zu vermeiden. Nun nähert sich Schweden jedoch wegen des immer stärker eskalierenden Konflikts in der Ukraine zunehmend der Nato an. Beim nächsten Nato-Gipfel, der kommende Woche in Wales stattfinden wird, werden Schweden und Finnland, das bisher auch kein Nato-Mitglied war, ein Gastland-Abkommen mit dem Militärbündnis unterzeichnen. Damit wäre es Nato-Truppen in Zukunft möglich, auf schwedischem und finnischem Gebiet Übungen durchzuführen sowie die Infrastruktur der beiden Staaten, wie z.B. Flughäfen oder Häfen, zu nutzen. Die Angst in den beiden Ländern, sich im Falle eines Angriffs nicht selbst verteidigen zu können, wächst mit jeder Luftraumverletzung. Von einer engeren Zusammenarbeit mit der Nato versprechen sich die beiden Länder eine bessere Sicherung ihrer Grenzen. Die Regierungen von Schweden und Finnland kündigten jedoch an, auch in Zukunft militärisch bündnisfrei bleiben zu wollen.

Die Zusammenarbeit der beiden nordeuropäischen Staaten mit der Nato ist nicht neu. Bereits seit 20 Jahren nehmen Schweden und Finnland auf Nato-Einladung hin an Übungen des Militärbündnisses Teil, seit 2012 bzw. 2013 stellen Finnland und Schweden auch Truppen für die Nato-Eingreiftruppe NRF.

Braunkohleabbau in der Lausitz: Sorben protestieren

Der Stromkonzern Vattenfall plant den Ausbau des Braunkohleabbaus in der Lausitz. Wie klimaretter.info berichtet, wandten sich daraufhin namhafte Vertreter der Sorben in Protest an den Eigentümer des Konzerns, den schwedischen Staat. In einem offenen Brief an Peter Norman, den schwedischen Minister für Finanzmärkte, machten Sie auf Ihre Situation aufmerksam. Demnach mussten in der Lausitz aufgrund des Braunkohleabbaus bereits 28.000 Menschen ihre Heimat verlassen, über 130 Dörfer wurden zerstört und eine enorme Fläche unersetzlichen Kulturraums vernichtet. Besonders die Minderheit der Sorben habe unter dem Abbau der Braunkohle zu leiden. Die Initiatoren wiesen in Ihrem Brief auch darauf hin, dass die Energieversorgung, anders als in der Vergangenheit, auch ohne „weitere Zerstörung sorbischen Kulturraums gesichert werden“ könne. Das Schreiben ging an alle Abgeordneten des schwedischen Reichstags, um diese vor den Wahlen am 14. September 2014 auf die Situation in der Region aufmerksam zu machen.

Ikea führt lebenslanges Rückgaberecht ein

Wie Spiegel online berichtet, können sich Ikea-Kunden können zukünftig auf einen ganz besonderen Service freuen: Ab dem 1. September will der Konzern ein lebenslanges Rückgaberecht anbieten. Ausgenommen hiervon sollen lediglich Pflanzen, Artikel aus der Fundgrube sowie zugeschnittene Waren sein. Bei einem Umtausch bekämen die Kunden den beim Kauf bezahlten Preis erstattet. Laut dem Deutschland-Leiter Customer Relations, Jürgen Nowatzki, können auch gebrauchte Artikel ohne zeitliche Befristung umgetauscht werden. Bisher galt in Deutschland und Österreich ein zeitliches Umtausch-Limit von 90 Tagen für originalverpackte Ware gegen Vorlage des Kassenbons oder der Rechnung. Davon ausgenommen waren jedoch bereits Ikea-Family- und Ikea-Business-Mitglieder, die ihre bei Ikea gekauften Artikel schon heute zeitlich unbegrenzt und ohne Kassenbon zurückgeben konnten. Bereits seit über drei Jahren gilt das lebenslange Rückgaberecht in Dänemark und Norwegen. Durch die Neuregelung erhofft sich das Unternehmen vor allem eine organisatorische Vereinfachung des Retourengeschäfts sowie eine deutliche Zeitersparnis der Mitarbeiter in den Filialen und Callcentern.